{"id":3344,"date":"2026-10-05T17:40:25","date_gmt":"2026-10-05T17:40:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fc-freya.de\/?p=3344"},"modified":"2026-10-05T17:40:27","modified_gmt":"2026-10-05T17:40:27","slug":"besuch-aus-kenia-beim-fc-freya-limbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fc-freya.de\/?p=3344","title":{"rendered":"Besuch aus Kenia beim FC Freya Limbach"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mosbach\/Limbach. Inzwischen ist Lawrence Ouma wieder zu Hause, in Rarieda. Mehr als 9000 Kilometer trennen diesen Ort in Kenia von Limbach. Und trotzdem soll hier berichtet werden \u00fcber den 29-J\u00e4hrigen. Denn f\u00fcr sechs Wochen war er in der Region zu Gast. Organisiert hat das J\u00fcrgen Blatz. Der Waldst\u00e4dter war n\u00e4mlich als Seniorexperte in Rarieda &#8211; und lernte dort auch Lawrence kennen. Gefragt war in der kenianischen Region Blatz&#8216; Wissen als Ingenieur. Er baute unter anderem zusammen mit den Lehrkr\u00e4ften des RTRC (Rarieda Training Resource Center) solarbetriebene mobile Pumpen f\u00fcr Trinkwasser. Und Lawrence Ouma ist einer jener Lehrer. Die Schule ist eine Art Berufsschule, in der etwa 100 junge Menschen eine Ausbildung erhalten. ,Die Schule selbst ist ein kleines Paradies in der Armut&#8220;, schreibt Blatz seine Eindr\u00fccke. Schule wirke segensreich, denn durch die Ausbildungen dort finden die jungen Menschen Arbeit oder k\u00f6nnen sich mit ihrem Handwerk selbstst\u00e4ndig machen. \u201eDas erm\u00f6glicht den Abg\u00e4ngern, in ihrer Heimat zu bleiben und in Anstand leben zu k\u00f6nnen. Die vielen Eindr\u00fccke, die J\u00fcrgen Blatz von Kenia mit nach Hause nahm, lie\u00dfen ihn nicht los, und so engagierte er sich weiter. Er arrangiert einen Austausch \u00fcber das deutsch-afrikanische Jugendwerk. Drei Kenianern wird und wurde es so erm\u00f6glicht, sechs Wochen in Deutschland zu verbringen, Land und Leute kennenzulernen. So kam auch Lawrence Ouma nach Mosbach. Er ist Elektriker und durfte nun vom Lehrer zum Lernenden werden. Blatz organisierte nicht nur \u00fcber den SES (Senior Expert Service) die Reise nach Deutschland, sondern auch ein Praktikum bei der Firma Elektro-Anlagen Hartmann in Limbach. \u201eEine absolute Win-win-Situation&#8220;, , ist Blatz \u00fcberzeugt. Denn Lawrence Ouma habe so mitarbeiten und sehr viel Neues lernen k\u00f6nnen, die Firma habe im Gegenzug einen flei\u00dfigen Praktikanten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sechs Wochen lebte der 29-J\u00e4hrige in Laudenberg. Er hat sich Heidelberg und W\u00fcrzburg angesehen, und J\u00fcrgen Blatz hat ihn ins Stadion der TSG Hoffenheim mitgenommen. Im Gespr\u00e4ch mit Lawrence steht aber das Lernen im Mittelpunkt &#8211; denn wie viel Neues er lernen durfte, das war f\u00fcr ihn \u201ewundervoll&#8220; Neben neuen F\u00e4higkeiten stand beim Lernen auch eine neue Kultur auf dem Plan. Nach dem ersten Kulturschock \u00fcber das Essen folgte der zweite: Hier in Deutschland war es hei\u00df, sehr hei\u00df. \u201eWir Afrikaner denken, hier in Europa w\u00e4re es immer kalt&#8220;, erz\u00e4hlt der 29-J\u00e4hrige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu waren ihm lange hei\u00dfe Sommern\u00e4chte, denn in seiner Heimat am Victoriasee (auf H\u00f6he des \u00c4quators) ist es zwar auch sehr hei\u00df, aber die Sonne geht immer nach zw\u00f6lf Stunden unter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wetter und Essen waren aber Nebenschaupl\u00e4tze, denn der Kenianer war hier, um zu lernen, das machte er im Gespr\u00e4ch mit der RNZ klar. \u201eIch habe wirklich viele neue Fertigkeiten und Dinge gelernt, die ich mit meinen Kollegen tellen m\u00f6chte und hoffentlich auch anwenden kann.&#8220; Das erste Mal war Lawrence in Europa, das erste Mal \u00fcberhaupt verreist. Mit den Eltern und seinem Bruder telefonierte er; sie freuten sich schon auf die R\u00fcckkehr. Ansonsten hat er sehr wenigen Menschen von seiner Reise erz\u00e4hlt. \u201eIch wollte nicht zu viele Erwartungen wecken.&#8220; Und auch das sagt der 29-J\u00e4hrige: \u201eIch habe angenommen, zu lernen. Aber nicht so viel.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders in Erinnerung werden Lawrence aber wohl auch die Menschen bleiben. Alle h\u00e4tten men empfangen, die Kollegen bei der Firma Hartmann, im Limbacher Fu\u00dfballverein FC Freya durfte er mittainieren und wurde sogar mit passender Sportbekleidung ausgestattet. Und dann ist da noch Walter Hartmann, \u201ethe boss&#8220; nennt der Kenianer ihn. \u201eEin sehr netter Mann&#8220;  wie er betont. Ein Dorf wie Laudenberg, das gibt es in seiner Heimat gar nicht. &#8222;Es ist so still hier.&#8220; Die Rentner auf den Fahrr\u00e4dern sind ihm aufgefallen wirklich sehr sch\u00f6n.&#8220; Mit gemischten Gef\u00fchlen wenige Tage vor seiner Abreise auf die Heimkehr. \u201eEinerseits f\u00fchle ich mich als w\u00fcrde ich gehen, wenn ich gerade reinkomme. Aber andereseits freue ich mich auf meine Familie und meine Kollegen. Und ich werde zuhause auch wieder gebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mosbach\/Limbach. Inzwischen ist Lawrence Ouma wieder zu Hause, in Rarieda. Mehr als 9000 Kilometer trennen diesen Ort in Kenia von Limbach. Und trotzdem soll hier berichtet werden \u00fcber den 29-J\u00e4hrigen. Denn f\u00fcr sechs Wochen war er in der Region zu Gast. Organisiert hat das J\u00fcrgen Blatz. 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