{"id":1765,"date":"2024-09-18T14:13:54","date_gmt":"2024-09-18T14:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fc-freya.de\/?p=1765"},"modified":"2026-04-12T10:44:16","modified_gmt":"2026-04-12T10:44:16","slug":"die-gesichte-des-fc-freya-limbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fc-freya.de\/?p=1765","title":{"rendered":"Die Geschichte des FC Freya Limbach"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"http:\/\/fc-freya.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fc-freya.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-191\" srcset=\"https:\/\/www.fc-freya.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fc-freya.jpg 200w, https:\/\/www.fc-freya.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fc-freya-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.fc-freya.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/fc-freya-70x70.jpg 70w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-white-background-color has-background\"><strong>Zur Geschichte des FC Freya Limbach<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\"><em>Ausz\u00fcge aus der Rede von Hermann M\u00fcller beim Festakt \u201e75 Jahre FC Freya Limbach\u201c am 12. Juli 1996 ( im ersten Teil etwas gek\u00fcrzt)<\/em><br><br>Sehr geehrte Anwesende, liebe Sportkameraden !<br>Wenn ein Verein sein 75. Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um feiert, ist das gew\u00f6hnlich ein Anlass, voller Stolz und in festlicher Stimmung seine Erfolge und die Leistungen der Gr\u00fcnder und der Verantwortlichen \u00fcber all die Jahre geb\u00fchrend zu w\u00fcrdigen. Dieser obligatorische Teil einer Festansprache wird bei mir durchaus nicht fehlen, aber knapper ausfallen.<br>Ich m\u00f6chte das Thema etwas breiter anlegenund in einem ersten Teil versuchen, \u00fcber den Tellerrand des eigenen kleinen Amateurvereins und des Fu\u00dfballs hinauszublicken. Es dr\u00e4ngt mich, bei dieser Gelegenheit einige kritische Anmerkungen zum heutigen Sport insgesamt zu machen und Fehlentwicklungen besonders im Profibereich \u2013 so wie ich sie sehe \u2013 wenigstens in einigen Schlaglichtern aufzuzeigen. Eine unkritische und blau\u00e4ugige Lobhudelei auf alles, was sich Sport und Fu\u00dfball nennt, sollten Sie heute Abend jedenfalls nicht erwarten.<br>Ich glaube, auch ein Jubil\u00e4um wie dieses fordert dazu heraus, manches kritisch zu betrachten und sein Engagement f\u00fcr eine Sache zu \u00fcberdenken, die zumindest im Profibereich h\u00e4ufig genug ihre h\u00e4ssliche Fratze kaum mehr verbergen kann. Obwohl wir einem kleinen Amateurverein angeh\u00f6ren, sind wir alle durch das Fernsehen zugleich Konsumenten des Profisports und damit Teil jenes gigantischen Spektakels, das in seiner heutigen Form massive Kritik herausfordert. Ich will mich dabei auf einen wesentlichen Punkt beschr\u00e4nken.<br>Der Profisport ist in weiten Teilen zu einer widerlichen Geldorgie verkommen.Ich nenne nur zwei der krassesten F\u00e4lle: Formel 1 und Profitennis. Die Millionenbetr\u00e4ge, die da bezahlt werden, sprengen jedes Ma\u00df und sind eigentlich ein sportlicher und sozialer Skandal\u2026.<br><br>Wer sich noch ein Gef\u00fchl f\u00fcr ein angemessenes Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis bewahrt hat, wer zudem an der Basis des Breitensports arbeitet, wo man um jede Mark k\u00e4mpfen muss, der muss sich angesichts solcher Wahnsinnssummen in seinem sportlichen und sozialen Empfinden zutiefst getroffen und herausgefordert f\u00fchlen.<br>Aber wer protestiert schon? Eine wild gewordene Presse und \u00d6ffentlichkeit jubiliert noch, wenn die Stars unerh\u00f6rt hohe Millionenbetr\u00e4ge einstreichen, und gibt sich der Illusion hin: sie tun das ja nur zur h\u00f6heren Ehre Deutschlands. Um nicht missverstanden zu werden: mein Vorwurf geht nicht an die Stars, die solche Summen nehmen, sondern an die, welche sie ihnen nachwerfen\u2026.<br><br>Auch im Profifu\u00dfball sind l\u00e4ngst schlimme Entwicklungen in Gang gekommen, so dass man sich manchmal angewidert abwenden m\u00f6chte. Ich will jetzt gar nicht reden von den \u00fcblen Begleiterscheinungen vieler Bundesliga-Spiele: Ausschreitungen und Gewaltt\u00e4tigkeiten sogenannter Fans, Beleidigungen \u00fcbelster Art in Stadien gegen Schiedsrichter und Gegner. Auch hier will ich mich auf die Finanzen beschr\u00e4nken. Die Spielergeh\u00e4lter und Abl\u00f6sesummen explodieren geradezu und werden noch manchen Club in den finanziellen Ruin treiben. Die deutsche Fu\u00dfballmeisterschaft wird l\u00e4ngst durch das Geld entschieden. Von der Illusion, die Entscheidung falle auf rein sportlicher Ebene, sollten wir uns verabschieden. Wer das meiste Geld hat, kauft die besten Spieler und wird deutscher Meister. So einfach ist das mittlerweile.<br>Deswegen ist der heute \u00fcbliche Starkult um die Trainer der Spitzenclubs ma\u00dflos \u00fcberzogen, manchmal geradezu l\u00e4cherlich, auch wenn diese, um ihre hohen Geh\u00e4lter zu rechtfertigen, noch so wichtig tun, w\u00e4hrend des Spiels an der Seitenlinie herumtoben und nach dem Spiel gro\u00dfe Spr\u00fcche klopfen. Wenn etwa der Ball durch eine Reihe von Zuf\u00e4llen den Weg ins Tor findet, dann behaupten sie: Das haben wir einstudiert ! Die gr\u00f6\u00dfere Leistung vollbringen jedenfalls nicht die Trainer der Spitzenclubs, sondern die der Mannschaften in den unteren Tabellenregionen, die mit bescheidenen Mitteln und wesentlich schw\u00e4cheren Spielern auskommen m\u00fcssen. Vielleicht lohnt an dieser Stelle ein kurzer Blick auf fr\u00fchere Jahrzehnte, in denen das Geld den Fu\u00dfball noch nicht derart brutal dominierte. Vor einiger Zeit hatten wir Fritz Walter bei uns in Tauberbischofsheim zu Gast. Er war Ehrengast bei einem Fechtturnier; Emil Beck bat mich damals, ihn zu betreuen. In einem kurzfristig anberaumten Gespr\u00e4chsabend im Sportheim berichtete Fritz Walter vor einer interessierten Zuh\u00f6rerschaft vor allem \u00fcber die 1950er Jahre.<br>320 Mark verdiente er damals monatlich bei seinem 1.FC Kaiserslautern so wie seine Mannschaftskameraden auch. Er widerstand jedoch den Verlockungen des Auslands, wohin ihn namhafte Trainer mit traumhaften Angeboten holen wollten. Zur Sprache kam auch das soziale Engagement Fritz Walters f\u00fcr straff\u00e4llig gewordene Jugendliche. Wir waren jedenfalls beeindruckt vom menschlichen Format dieses Mannes, den von der aufgeblasenen Arroganz mancher Stars der heutigen Sportszene Welten trennen. Er steht f\u00fcr viele Fu\u00dfballer seiner Generation \u2013 ich denke etwa noch an einen so gro\u00dfartigen Spieler wie Max Morlock &#8211; , die gemessen an den heutigen Spielergeh\u00e4ltern fast f\u00fcr ein Butterbrot spielten und die man mit Recht als \u201edie betrogene Generation\u201c bezeichnet hat. Sp\u00e4testens an dieser Stelle wird es Zeit, diesen kritischen Blick auf Ausw\u00fcchse im Profisport und besonders im Profifu\u00dfball zu beenden und auf unseren Verein einzuschwenken, der ja ein Jubil\u00e4um feiert, auf die kleine, \u00fcberschaubare und vielleicht noch einigerma\u00dfen heile Welt eines Amateurvereins.<br><br>Ich will hier nicht die Geschichte unseres 1921 gegr\u00fcndeten FC Freya Limbach im Einzelnen nacherz\u00e4hlen. Diese ist in den bisherigen Festschriften vorz\u00fcglich aufgearbeitet worden. Ich will nur die eine oder andere Einzelheit herausgreifen und auch ein paar eigene Erinnerungen einstreuen \u2013 sozusagen als kleine Mosaiksteine einer Vereinsgeschichte.<br>Da ist zun\u00e4chst einmal dieser ungew\u00f6hnliche Vereinsname \u201eFreya\u201c, der schon immer Aufsehen erregt hat, weil er unverwechselbar ist. Anl\u00e4sslich eines fr\u00fcheren Jubil\u00e4ums \u2013 ich glaube, es war das 60-j\u00e4hrige im Jahr 1981 \u2013 habe ich \u00fcber alle m\u00f6gliche Stellen (z.B. den Deutschen Fu\u00dfballbund und Kicker-Sportmagazin) zu ermitteln versucht, wie oft es diesen Vereinsnamen in Deutschland gibt. Dabei stellte sich heraus: jeder andere Vereinsname kommt hundertmal, tausendmal vor; der Name \u201eFreya\u201c ist einmalig! Wer auch immer auf die Idee kam, die germanische <strong>G<\/strong>l\u00fccksg\u00f6ttin Freya auszuw\u00e4hlen, er verdient ein gro\u00dfes Kompliment. Soweit ich herausfinden konnte, war es unser unvergessener Sportkamerad Karl Zimmermann, dem diese originelle Namensgebung haupts\u00e4chlich zu verdanken ist.<br><br>Die Freya-Fu\u00dfballer der ersten Stunde, auf alten Bildern mit unf\u00f6rmigen, bis \u00fcber die Knie reichenden Hosen, meist mit dicken Wollstr\u00fcmpfen als Stutzen, mit Zeitungspapier oder dem Konradsblatt als Schienbeinsch\u00fctzern und mit einfachsten Kickstiefeln, also mit einer Sportausr\u00fcstung, \u00fcber die eine verw\u00f6hnte Generation heute nur lachen w\u00fcrde \u2013 diese Freya-Fu\u00dfballer spielten in den 1920er und 1930er Jahren mit beachtlichem Erfolg im Elsenzgau, dann im Bauland, zweimal nach dem Aufstieg sogar in der Bezirksklasse Heidelberg, seit 1937 in der Kreisklasse Mosbach.<br><br>Der Kriegsausbruch im September 1939 beendete den Spielbetrieb recht j\u00e4h. Einberufungen zur Wehrmacht rissen auch die Freya-Fu\u00dfballer aus der vertrauten Umgebung ihrer Familien und ihres Fu\u00dfballvereins. Allzu viele kehrten nicht mehr heim. In der Festschrift anl\u00e4sslich des 30-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums 1951 ist auf den Bildern aus den 1930er Jahren hinter vielen Namen vermerkt: gefallen, vermisst. Es war ein Verlust, der sportlich und vor allem menschlich schwer wog.<br>Doch im Jahr 1946 erwachte die Freya zu neuem Leben. Aus Spielern, die schon in der Vorkriegszeit aktiv gewesen waren und nun aus der Gefangenschaft heimkehrten, aus jungen Speilern, die noch nicht hatten einr\u00fccken m\u00fcssen, und nicht zuletzt aus Spielern, die mit ihren Familien durch das schwere Schicksal der Vertreibung in unser Dorf gekommen waren, wurde eine schlagkr\u00e4ftige Mannschaft aufgebaut, die in der Bezirksklasse bald wieder aufhorchen lie\u00df.<br>Eine wichtige Rolle spielten in der fr\u00fchen Nachkriegszeit Spieler aus umliegenden Orten, die sich dem FC Freya Limbach anschlossen und eine erhebliche Verst\u00e4rkung bedeuteten. Seit Anfang der 1950er Jahre gr\u00fcndeten diese Nachbarorte eigene Fu\u00dfballvereine \u2013 mit Ausnahme von Scheringen, dessen Fu\u00dfballer (z. B. Gerhard Albert, \u201ede Wadle\u201c) auch weiterhin in Limbach aktiv waren.<br><br>Seit 1948, als Karl Kehl die Vereinsf\u00fchrung \u00fcbernahm, ging es sp\u00fcrbar aufw\u00e4rts. Die Mannschaft um Kapit\u00e4n Walter Steinberg errang in der Saison 1950\/51 die Meisterschaft in der aus den Bezirksklassen damals neugeschaffenen 2. Amateurliga Odenwald; dieser erste gro\u00dfe Erfolg wurde beim 30-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um 1951 geb\u00fchrend gefeiert.<br>Damit hatte das gro\u00dfe, das goldene Freya-Jahrzehnt begonnen, die 1950er Jahre, in denen noch vier weitere Meisterschaften in der 2. Amateurliga Odenwald nach Limbach geholt wurden. Einmal, in der Saison 1952\/53, war es allerdings eine Doppelmeisterschaft. Der TSV Tauberbischofsheim, bei dem ich jetzt t\u00e4tig bin, z\u00e4hlt 1952\/53 auch zu seinen Meisterschaften; durch Nachholspiele war er noch punktgleich geworden, sogar mit gleicher Tordifferenz (aber mit weniger geschossenen Toren, was damals noch nicht entscheidend war). Mittlerweile hatte unsere Freya-Elf schon zwei Aufstiegsspiele absolviert und verloren. Da machte es keinen Sinn mehr, noch ein Entscheidungsspiel auszutragen.<br>Auch wenn diese eine Meisterschaft mit einem anderen Verein geteilt werden musste, bleiben diese 1950er Jahre der sportliche H\u00f6hepunkt in der Freya-Geschichte. Zum Aufstieg hat es allerdings nie gereicht. W\u00e4hrend heutzutage der Meister automatisch aufsteigt, musste damals eine Aufstiegsrunde gespielt werden. 1957 waren beispielsweise Sandhausen, Kirchheim, KSC Amateure und Kirrlach die Gegner. Unser Waldsportplatz hat damals unvergessliche Spiele erlebt, etwa ein 7 : 2 gegen die Amateure des KSC. In dieser Aufstiegsrunde von 1957 erzielte \u00fcbrigens unsere Mannschaft in acht Spielen 20 Tore, mehr als die beiden Aufsteiger Sandhausen und Kirchheim.<br><br>In den 1960er Jahren ging es dann langsam, aber sicher bergab. Die Serie der Meisterschaften war zu Ende; der Kampf gegen den Abstieg begann. Am Ende der Saison 1966\/67 war es erstmals soweit: nach fast zwei Jahrzehnten Zugeh\u00f6rigkeit zur 2. Amateurliga Odenwald musste der bittere Weg in die A-Klasse angetreten werden. Dem sofortigen Wiederaufstieg folgte erneut der Abstieg in die A-Klasse.<br><br>Die folgenden Jahrzehnte will ich nur noch in Stichworten skizzieren:<br>&#8212; ab 1969\/70 f\u00fcnf Jahre in der A-Klasse<br>&#8212; 1974\/75 und 1975\/76 noch einmal zwei Jahre in der 2. Amateurliga Odenwald<br>&#8212; ab 1976\/77 nach Abstieg acht Jahre in der Bezirksliga<br>&#8212; ab 1984\/85 nach weiterem Abstieg sechs Jahre in der Kreisliga A<br>&#8212; seit 1990\/91 wieder in der Bezirksliga. Nach einem Aufstieg sah es in den vergangenen Jahren nicht aus.<br><br>Ich will es bei diesem knappen \u00dcberblick \u00fcber die letzten Jahrzehnte belassen, da ihr Verlauf den meisten Anwesenden ohnehin bekannt ist, und will noch einige mehr pers\u00f6nlich gepr\u00e4gte Anmerkungen zu denkw\u00fcrdigen Ereignissen der Freya-Geschichte machen, Erinnerungen, die mir bei einem Anlass wie dem heutigen einfallen. Ich denke da an den alten Sportplatz drau\u00dfen im Wald, die fr\u00fchere Herbingers-Wiese, die Ende der 1940er Jahre notd\u00fcrftig zu einem Sportplatz hergerichtet wurde. So idyllisch seine Lage im Wald auch war, so schlimm war sein Zustand in den Herbst- und Wintermonaten, wenn man in Schlamm und Morast beinahe versank. \u201eDas Wildsau-Stadion\u201c &#8211; so hat man unseren Platz damals gelegentlich genannt. \u201eMatch im Matsch\u201c &#8211; diese Schlagzeile der Presse aus dem Jahr 1957 wird mancher noch in Erinnerung haben; es war, so erinnere ich mich, ein knapper 1 : 0 \u2013 Sieg gegen Kickers Walld\u00fcrn in der Entscheidungsrunde zwischen den punktgleichen Mannschaften aus Mosbach, Walld\u00fcrn und Limbach, welche die Freya-Elf f\u00fcr sich entschied. Auf diesem Platz war vieles m\u00f6glich. Wer auf Zeit spielen wollte, drosch den Ball an der oberen Seite in die Fichten; dort war er oft genug unauffindbar. Die Holzstangen als Barrieren standen an der Talseite so dicht an der Au\u00dfenlinie, dass die Au\u00dfenst\u00fcrmer manchen Gefahren ausgesetzt waren. Einem Tauberbischofsheimer Linksau\u00dfen &#8211; so wurde mir mehrfach erz\u00e4hlt &#8211; soll es passiert sein, dass er von einem Zuschauer mit dem Regenschirm am Fu\u00df festgehalten wurde. Derselbe Regenschirm soll dann sp\u00e4ter nochmals im Einsatz gewesen sein, als es nach der hektisch verlaufenen Partie bei dem R\u00fcckmarsch \u00fcber das Wiesental noch ein unsch\u00f6nes Nachspiel gab. Dort unten an der Talseite standen immer ein paar Hitzk\u00f6pfe. Mit diesem Platz verbinden sich Erinnerungen an gro\u00dfe Spiele und an eine Zeit, in der noch Tore fielen. Vor allem drei Meisterschaftsjahre ragen heraus: 1954\/55 gab es ein Torverh\u00e4ltnis von 107 : 36, 1956\/57 von 114 : 28 und 1957\/58 von 113 : 35. Welche Mannschaft kommt heute noch \u00fcber 100 Tore ? Damals gab es noch Ergebnisse, von denen man heute nur tr\u00e4umen kann: 7 : 1, 6 : 3, ab und zu sogar ein 8 : 0 oder 10 : 0. An einem Tag wie diesem fallen einem auch die Namen von M\u00e4nnern ein, die diesen Verein gepr\u00e4gt und in ihm Verantwortung getragen haben. Ich nenne stellvertretend f\u00fcr alle unseren unvergessenen Karl Kehl, der sich als Vorstand in herausragender Weise um den FC Freya Limbach verdient gemacht hat. Sein Erbe ist erfolgreich fortgef\u00fchrt worden und liegt heute in den bew\u00e4hrten H\u00e4nden von Bruno Heckmann, dem ich zusammen mit seinen Mitstreitern f\u00fcr die Zukunft alles Gute w\u00fcnsche. Sehr geehrte Anwesende, ich habe Ihnen heute Abend einiges vorgetragen, was viele so wahrscheinlich nicht erwartet haben. Was war da nicht alles? Profisport, insbesondere auch der Profifu\u00dfball mit seinen teilweise unsch\u00f6nen Begleiterscheinungen und dann auch noch etwas Freya-Geschichte, der alte Sportplatz und Erinnerungen an die gute alte Freya-Zeit. Etwas viel auf einmal und scheinbar v\u00f6llig zusammenhanglos. Ich selbst sehe das nicht so. Auch der erste Teil mit seiner deutlichen Kritik an manchen Erscheinungen im Profisport und auch im Profifu\u00dfball war im Grunde ein Loblied auf den Amateursport alter Pr\u00e4gung, in dem allein ich noch die Ideale erkenne, die ein Engagement f\u00fcr den Sport \u00fcberhaupt rechtfertigen. Ich sprach bewusst vom Amateursport alter Pr\u00e4gung. Denn auch der Amateurfu\u00dfball hat heute seine Unschuld l\u00e4ngst verloren. Auch dort tun sich, was die Finanzen angeht, mittlerweile Dinge, die emp\u00f6rend sind, wenn etwa junge Spieler mit 18\/19 Jahren, in die ein Verein viel Arbeit investiert hat, mit f\u00fcnfstelligen, auf die Hand gezahlten Betr\u00e4gen weggelockt werden. Aber ich will das jetzt nicht weiter vertiefen und nicht noch einmal zu einem Donnerwetter ansetzen. Sonst finde ich \u00fcberhaupt kein Ende.Sehr geehrte Anwesende, ich habe Ihnen eine teilweise schwer verdauliche Kost zugemutet und an einem sch\u00f6nen Jubil\u00e4um auch unsch\u00f6ne  Dinge angesprochen. Aber auch im Sport muss man den Realit\u00e4ten ins Auge sehen, und die sind leider nicht immer sch\u00f6n und angenehm. Auch bei einem Jubil\u00e4um muss es erlaubt sein, auf solche Dinge einmal hinzuweisen. Jetzt aber mache ich einfach Schluss und danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte des FC Freya Limbach Ausz\u00fcge aus der Rede von Hermann M\u00fcller beim Festakt \u201e75 Jahre FC Freya Limbach\u201c am 12. Juli 1996 ( im ersten Teil etwas gek\u00fcrzt) Sehr geehrte Anwesende, liebe Sportkameraden !Wenn ein Verein sein 75. 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